Voices for Hospices -- in Dormagen (von Dr.Udo Kratel)

Dr. Udo Kratel vom Vorstand der Hospizbewegung Dormagen

und Fagottistin Lisa Unterberg

-- Foto: O. Baum

Musik geht um die Welt, Musik verbindet Menschen und Völker - mit Musik kann vielen Menschen rund um den Globus geholfen werden.

Seit 1993 erklingen jeweils im Oktober weltweit „Voices for Hospices“. Dabei handelt es sich um die größte globale Konzertserie, bei der bislang über 750.000 Musiker und Sänger bei weit über 2000 Veranstaltungen auf allen fünf Kontinenten etwa zehn Millionen Euro zusammen getragen haben.

Geld, das Schwerstkranken und Sterbenden zugute kommt, die in den letzten Tagen und Wochen ihres Lebens hospizlich und palliativmedizinisch betreut und begleitet werden.

Musik für die Hospizbewegung

Zentrales Ziel der Hospizarbeit und Palliative ‚care -Pflege’ ist es, schwer-kranken Menschen ein würdiges Leben im vertrauten familiären Umfeld oder in stationären Einrichtungen der Hospize und Palliativstationen zu ermöglichen.

Dies gilt auch und gerade dann, wenn die Erkrankung nicht mehr heilbar ist, wenn lindernde Maßnahmen wie Schmerztherapie oder Symptomkontrolle und vor allem auch menschliche, mitfühlende Begleitung in den Vordergrund rücken.

Dieses Engagement findet weitgehend im Stillen statt, und in fast allen Ländern der Welt wird es vielfach unentgeltlich und ehrenamtlich geleistet.

Dennoch ist Geld nötig: Geld, mit dem die hauptamtlichen Koordinatoren und ein Büro bezahlt, die Einsätze koordiniert und die Weiterbildungsmaßnahmen sowie Öffentlichkeitsveranstaltungen finanziert werden.

Keine andere globale Aktion erreicht simultan so viele Menschen wie „Voices for Hospices“; keine andere globale Aktion lenkt die  Aufmerksamkeit der Gesunden in der Gesellschaft so nachdrücklich auf die Lage der Schwerstkranken und Sterbenden; keine andere Benefizaktion ermöglicht es den lokalen Hospizbewegungen, so umfassend die Hospizidee weiter zu tragen und gleichzeitig ihre weitere Arbeit durch Spenden und Konzerterlöse materiell abzusichern.

Diese positive Erfahrung konnten wir mehrfach auch in Dormagen machen.

Seit dem Jahr 2000 finden in den Kirchen Dormagens regelmäßig im Oktober „Voices-for Hospices Konzerte“ statt.

Den Anfang machte am 14.-15.Oktober 2000 der Hackenboicher Chor „Da Capo“ unter der musikalischen Leitung von Kantor Horst Herbertz mit zwei eindrucksvollen „Heaven“-Konzerten in St. Michael. Über 900 Zuhörer ließen sich damals von den bewegenden Gospel- und Spiritualklängen begeistern.

Im Jahre 2005 kam es buchstäblich zu einem „Da Capo-Da Capo“, als der beliebte Chor erneut zu einer „Gospel Celebration“ für die Hospizbewegung einlud und fast 1000 Gäste bei einem Doppelkonzert mit swingenden Balladen in seinen Bann zog.

Pünktlich um 19.30 h Ortszeit startete die musikalische Welle auch in den Jahren dazwischen und danach rund um den Globus, jeweils beginnend in Neuseeland und verebbend an der kanadischen Westküste. Das Eröffnungsgedicht der „Voices-Reihe“, das bei jedem der 550 Konzerte zu Beginn rezitiert wird, findet sich auf der folgenden Seite und fasst in poetischer Sprache all das zusammen, was Hospizengagement und Palliativ-Betreuung ausmacht.

Mit „Harmony around the world“ traf Kantor Bert Schmitz mit seinem Gospelchor Good News im Jahr 2003 in der Klosterbasilika Knechtsteden ebenso den richtigen Hospiz-Ton wie die irische Harfenistin Laoise Kelly, die vor mucksmäuschenstillem Auditorium keltische „tunes and reels“ zu Gehör brachte und auf faszinierende Weise die Konzertpartnerschaft zwischen Dormagen und Cork/Irland mit musikalischem Leben erfüllte.

2004 und 2006 folgten weitere „Highlights“, ebenfalls keltisch-irisch geprägt, als der Solinger Harfenist Tom Daun zunächst solo und später in kongenialem Duett mit der irischen Sängerin und Pianistin Deirdre Starr das Dormagener Publikum im „Quiet Land of Erin“ musikalisch bezauberte.

Und wem das alles zu englisch oder irisch vorkam, der war gut aufgehoben beim 2007-Konzert mit Oliver Steller und seinem Trio, das in der Christuskirche Rilke-Vertonungen vortrug und begeisterten Applaus erntete.

Die Dormagener Hospizbewegung ist dankbar für die großartige Resonanz auf ihre Konzertreihe, die auch 2008 im Rahmen des „World day of hospice and palliative care“ fortgesetzt wird; diesmal nach der Devise: global denken, lokal handeln!

Die aus Dormagen stammende Fagottistin Lisa Unterberg präsentierte am 22. Oktober 2008 in der Baptistenkirche Dormagen mit ihrem Folkwang-Quartett das „Traurige Konzert“, in dem es allerdings auch recht fröhlich zugehen durfte. Das Nachwuchs-Quartett erhielt für dieses Konzertprogramm bereits 2007 den 1. Preis der Folkwang-Hochschule Essen für innovative Konzertprojekte... und das als Erstsemester!

Musik für die Hospizbewegung – „Voices for Hospices“: wir alle brauchen diese Musik und ihre Impulse. Helfen auch Sie uns durch Ihren Konzertbesuch oder Ihre Spende, damit wir anderen helfen können!

Dr. Udo Kratel

COMMEMORATING -VOICES FOR HOSPICES 2007

The World’s Largest Regular Singing Event

'Uniting the Globe'

In Celebration Of World Hospice & Palliative Care Day - 6th October 2007

“Voices for Hospices has become a very personal experience and adventure for me: I felt very much encouraged to organise concerts (then a totally new field for me, anyway) by your support and spark and global co-ordination, and suddenly getting things started here in Dormagen seemed so easy. After 7 concerts in 7 years, we’ve not only made many new friends in and around Dormagen, but also on the international scale.

Apart from that - the international idea of hospice movement and hospice care is so well transported by the VfH concert project; I can’t think of another initiative with such wide-spanning effect... as far as New Zealand, where 2 of my 3 sons spent half a year in 2004/2005 and sent me Maori poetry from Christchurch which I integrated and presented on one of our ‘extra-voices concerts’ in our local  ‘Christchurch’.”

Dr. med. Udo Kratel - Germany

-> Flyer Commemorating - "Voices for Hospices 2007"