Dormagen
Das perfekte Adventskonzert
( (NGZ-online -> Online-link auf den Artikel vom 13.12.2010)
Gleich dreimal gab "Da Capo", der junge Chor von St. Katharina aus Hackenbroich, sein herausragendes Adventskonzert "The Christmas Way". Die Zuhörer zeigten sich von der Vielseitigkeit begeistert.
Dezent und doch wirkungsvoll illuminierte Altarräume in Dormagen (St. Michael) und Zons (St. Martinus) und vollständig besetzte Gotteshäuser: Gleich dreimal musste "Da Capo", der junge Chor von St. Katharina aus Hackenbroich, sein herausragendes Adventskonzert "The Christmas Way" veranstalten. Mehr als 1200 Karten waren im Vorverkauf geordert worden.
Das Besondere: Nach Konzerten in den Jahren 2000 und 2005 engagierte sich der Chor wiederum für die Hospizarbeit Dormagen und reihte sich damit in die weltweit größte Musikbewegung "Voices for Hospices" ein.Annähernd 70 Damen und Herren zogen unisono summend in die Kirche ein und bauten allmählich "O come, o come, Emmanuel" von Kirby Shaw zu einem klangprächtigen vierstimmigen Hymnus auf.
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Bereits der zweite Titel "Bereitet den Weg des Herrn" zeigte beeindruckend, wo "Da Capo" besonders firm ist: Eine Mischung aus New Gospel, Soul und Worship-Songs, allesamt mit aktueller Entstehungsgeschichte, wird von dem temperamentvollen Chor mit begeisternder Sicherheit zelebriert.
In feierlichem Ambiente begeisterte der
Hackenbroicher Chor "Da Capo" die
Zuhörer in St. Michael. ngz-foto: a.baum,
Info
Über "Da Capo"
Leiter Horst Herbertz.
Gründung: Im Jahr 1983 mit ca. 20 Sängerinnen und Sängern.
Anfänge: Zunächst standen neue geistliche Lieder und die Gestaltung von Jugendmessen im Mittelpunkt des Schaffens.
Sonstiges: Seit 1986 gab der Chor unter dem Motto "Musikexpress" Rock-, Pop- und Jazz-Konzerte
Leiter Horst Herbertz konnte sich, permanent am E-Piano begleitend, auf wenige Zeichen beschränken.
Die Liedauswahl war das hochanspruchsvolle Kontrastprogramm zum musikalischen Kaufhaus- und Weihnachtsmarktkitsch, auch wenn die Titel im Arrangement von Herbert Hähnel dicht daneben lagen.
Dem standen dann aber grandiose Titel wie das "Magnificat" von Alan Wilson gegenüber.
Meistens wurde englisch gesungen, in der anglikanischen Kirche sind nun mal die zur Zeit innovativsten Komponisten wie John Rutter oder John Gardner beheimatet. Aber auch das wunderbare "Stehet auf und macht euch bereit" des Pforzheimer Musiklehrers Berthold Engel führte "Da Capo" zu großer Klasse.
Etliche Titel begleitete das "Rheinisches Oratorienorchester" mit edlen Streichern und gefühlvollen Bläsern perfekt.
Für den Swing sorgte die "Da Capo-Combo" mit Gerd Bock und Leo Decker (E-Gitarren) sowie der in seine Schellenglocken verliebte Willi Schlömer (Percussion). In einer verdienten Chorpause verwöhnte das junge Talent Jule Holzberg die begeisterten Zuhörer auf ihrer Harfe mit zwei Herbsttänzen von Bernard Andrés.
Da staunte auch der vierjährige Leon, der "Da Capo" so gerne mit rhythmischem Klatschen begleitet hätte, was die Oma verbat. Dafür fiel der Schlussapplaus für ein denkwürdiges Benefizkonzert umso nachhaltiger aus.