Oliver Steller zum dritten Mal zu einem Benefizkonzert in Dormagen . . .

Öffentlichkeitsveranstaltung der Hospizbewegung Dormagen e.V.   (->  Plakat der Veranstaltung)

am 15. Oktober 2011 in der Christuskirche Dormagen

Gotthold Ephraim Lessing  - "Alles oder Nichts" -  Gedichte •   Briefe • Leben

Oliver Steller, Jahrgang 1967, hat seine Liebe zur Literatur nach der Schule wiederentdeckt. Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist Oliver Steller im Rheinland. Neben dem Abitur der Otto-Kühne-Schule in Bonn absolvierte er die High-School in Los Angeles. Er studierte  Gitarre, Komposition und Gesang am Berklee College of Music in Boston. Als freischaffender  Musiker arbeitete Oliver Steller drei Jahre lang in Chicago. In dieser Zeit entstanden unter  anderem Aufnahmen mit den Bands von Santana, Charmaine Neville, Robert Irving, Miles Davis,  Louisiana Red. Zurück in Deutschland traf er auf Lutz Görner und  das Duo Görner/Steller arbeitete mehrere Jahre zusammen und bearbeitete Werke von Kurt  Tucholsky, Else Lasker - Schüler, Johann Wolfgang Goethe und Bertolt Brecht. 1994 startete  Oliver Steller, unter der Leitung von Lutz Görner, seine Karriere als Rezitator und  vertont er Gedichte.  

Bernd Winterschladen, Jahrgang 1960, spielt Tenor-,Bariton-und Sopransaxophon sowie  Bassklarinette. Er verbindet Traditionalismus und freies Spiel in einer Weise, die ihn zu einem der  begehrtesten Musiker in den verschiedenen Stilarten gemacht hat. So spielte er u.a. mit der  Kölner Kultband „The Piano Has Been Drinking", „Trance Groove" sowie in der „Harald Schmidt  Show".  

Kontrabassist Dietmar Fuhr, Jahrgang 1964, gehört zu den gefragtesten Bassisten  Deutschlands mit einer breiten musikalischen Erfahrung und Bandbreite in der internationalen  Jazz-Szene.

  

 

  

"Jeder neue Schritt ist für mich ein Wunder, das mich mutiger werden lässt", sagt Oliver Steller über sich selbst, der schon Heine, Tucholsky, und Hölderlin einem breiten Publikum zugänglich gemacht hat. 

Mit Gotthold Ephraim Lessing bringt er nun einen weiteren „altmodischen" Dichter ans Licht der heutigen Zeit. 

In Dormagen hatte Oliver Steller und sein Trio im Herbst 2007 mit seinem Programm "Zwischen  den Sternen" eine Reise durch das bewegte Leben des R. M. Rilke geführt und zuletzt im  Herbst 2009 mit dem Heinrich-Heine-Programm „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht"  begeistert. Hieran erinnerte die Vorsitzende der Hospizbewegung Dormagen in ihrer Eröffnungsrede.   

Damals wie auch diesmal am 15. Oktober 2011 war die Christuskirche an der Ostpreußenallee  ein stimmungsvoller Ort für diese Abendveranstaltungen, die von der Hospizbewegung  Dormagen im Rahmen der weltweiten Reihe „Voices for Hospices" organisiert wurden. 

Mit Gotthold Ephraim Lessing stellte Oliver Steller einen munteren, lebens-gierigen und  lustigen Schriftsteller und Aufklärer vor und präsentierte neben bekannten und weniger  bekannten Gedichten, Theaterstücken und Artikeln vor allem auch den Menschen  Lessing.  

Der Sänger, Rezitator, Gitarrist und Komponist Oliver Steller beschrieb fast im Plauderton  aber auch mit dramatischen Rezitationen die vielfältigen Seiten dieses  außergewöhnlichen Menschen Lessing. 

Mit den Musikern Bernd Winterschladen am  Saxophon und Dietmar Fuhr am Kontrabass gelang es eindrucksvoll, das rastlose Leben  und Werk eines großen Dichters und Schriftstellers zu verweben in Musik und Poesie und  so lebendig werden zu lassen. 

Dies ist weit ab von den Erfahrungen vieler Schüler mit den in gelben Reclam - Heftchen nur als  Prüfungsstoff im Fach „Deutsch" bekannten Klassikern „Nathan der Weise", "Minna von Barnhelm" und "Emilia Galotti". Lessings  große Leidenschaften kamen da in den Werken nicht zu Sprache: Seine Spielleidenschaft, sein  Kampf gegen eine quälende Lähmung der Schaffenskraft und der Versuch, das Urvertrauen zum Leben zurück zu  gewinnen. "Alles oder Nichts" lautet sein Motto. Im Spiel wie im Werk... .

Etwa 200 Besucher ließen sich von dieser stimmungsvollen Abendveranstaltung verzaubern. In  traditioneller Weise gab es auch diesmal eine Pause in dem gut zweieinhalbstündigen  Programm, in der CDs der Musiker verkauft wurden, es einen Büchertisch der Buchhandlung  Seitenweise gab und die Hospizbewegung zu Getränken und Snacks aus dem Weltladen einlud.  In der Pause und nach dem Konzert gab es vielfältige Gelegenheiten zu Gesprächen untereinander und mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Hospizbewegung.

  

  

   

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